| |||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Buchtipps Michael Klomfass > Sexbomben und Feuerstühle - Das Männerlexikon Dieses Buch ist viel besser, als es das Cover erwarten lässt. Beim Betrachten des Titels ging ich von einem primitiven Werk der untersten Schublade aus, aber was der Karlsruher Autor in seinen weitläufigen Ausschweifungen so alles schreibt sprudelt vor Witz und Ideen. Ein Lexikon ist dieser äußerst amüsante Streifzug durch die Welt der Geschlechter und den Rest des Lebens nur im Sinne von alphabetischen Kapitelüberschriften. Natürlich ist nicht alles „politisch korrekt“, soll es ja auch nicht sein, aber dennoch weitaus intelligenter als es auf den ersten Blick scheint. Mit Auszügen aus diesem Buch könnte Klomfass erfolgreich ein Comedyprogramm auf die Bühne bringen. Übereifrige Feministinnen werden es trotzdem zerreißen, aber für den Rest ist es eine nette Unterhaltung. –gk > Bullsheet Books, 280 Seiten, 9,80 Euro Markus Löffelhardt > Karlsruhe - Neue Architektur Einige der zwischen 1996 und 2010 in Karlsruhe errichteten Neubauten hat wohl inzwischen jeder schon gesehen. Doch dass in dieser Zeit so viel Neues gebaut wurde sieht man erstmals beim Durchblättern dieses Führers, der vom Architekten Markus Löffelhardt herausgegeben wurde. Meist beschränkt sich das handliche Buch nicht nur auf Außenansichten sondern zeigt auch Innenaufnahmen. Dazu gibt es Planskizzen und eine informative Beschreibung zu jedem der 85 Objekte. Das rundum sehr gelungene Buch verdient fast in jedem Punkt die Bestnote, nur dass ausgerechnet der beeindruckendste Neubau der letzten Jahrzehnte drin fehlt, die Volksbank an der Ludwig-Erhardt-Allee, ist ein auch durch den Produktionstermin nicht zu erklärender Mangel. –gk > Verlag Rudolf Röser , 192 Seiten, 29,80 Euro. Wolfgang Burger > Eiskaltes Schweigen Der neue Burger-Krimi beginnt mit einem Mord in einem Hochhaus in Heddesheim. Anita Bovary heißt die blutüberströmte Dame. Dass der falsche Name auf den Flaubert-Roman „Madame Bovary“ verweist, dämmert dem Heidelberger Kripochef Alexander Gerlach erst später. Von einer griechischen Hochzeit kommend mit jeder Menge Alkohol im Blut versucht er zunächst einfach nur eine möglichst korrekte Figur zu machen. Ein Tatverdächtiger gerät ins Visier - der Mann, der mit der Toten die letzte Nacht verbrachte. Ein zweiter Tatverdächtiger, der krankhaft eifersüchtige Ex-Mann der Toten, taucht auf. Die Spur führt nach Karlsruhe zum früheren Wohnort des Opfers in der Kaiserallee, was Gerlach die Gelegenheit gibt an seine alte Wirkstätte zurückzukehren und einen ehemaligen Kollegen, Kriminaloberkommissar Petzold, zu treffen. Gegen Ende ist Gerlach dem wahren Täter näher als ihm lieb ist. Zu den spezifischen Qualitäten des Karlsruhers, dessen Krimis mittlerweile bundesweit Beachtung finden, zählen die pointierten Menschenschilderungen, der genaue Blick für die unterschiedlichen Milieus, in denen sich die handelnden Figuren bewegen, für die kleinen Begebenheiten am Rand der eigentlichen Krimihandlung. Nicht fehlen dürfen auch diesmal die ebenso lustvolle wie problembeladene Beziehung zur Frau seines Vorgesetzten und die Erziehungsbemühungen des alleinerziehenden Vaters von pubertierenden Zwillingstöchtern. –ko > Piper Verlag., 304 Seiten, 9,95 Euro |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||